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Ever Since - Between Heaven And Hell

Geschrieben von Blackwarrior am Mittwoch 4. Februar 2009
Permanenter Link
  1. The Elected
  2. Vae Soli
  3. Something Of You
  4. Between Heaven And Hell
  5. Lost In My Thoughts
  6. A Shadow Behind The Mirror Of My Mind
  7. Meeting In The Deep
  8. La Petite Mort
  9. Treason
  10. Opposite Angle
  11. Opposite Angle Part II
  12. I'm Just The Only One

 Die Deutschen Ever Since haben 2006 ihr Album "Between Heaven And Hell" veröffentlicht, was mir letzthin in die Hände geraten ist. Das Album ist von kraftvollem Sound geprägt. Auf der offiziellen Homepage wird der Stil der Band als Melodic Dark Metal bezeichnet, also etwas zwischen Black Metal und Heavy Metal.

 
Das Intro beginnt mit Geräuschen, Funkgesprächen und einem tiefen, leise wummernden Bass, der scheinbar vom Keyboard stammt und sich verstärkt. Nahtlos geht es über in den zweiten Track "Vae Soli", welcher rasch aufbaut und mit kräftigen, druckvollen Gitarren daherkommt. Doch schon nach kurzer Zeit ist die Stimme von Jess, der Sängerin, zu hören. Im Duett wechseln sich dunkler Gesang und harte Riffs mir ihrem, wohl eher der Klassik entlehnten Stimme ab. Genauso verhält es sich mit den Tempi - hart und schnell, oder eher langsam und lieblich. Doch die Band zeigt auch, dass sie den Mittelweg kennt. Eine durchaus gelungenge Mischung, welche sich im nächsten Song fortsetzt. Die dunkle, growlende Stimme von Marco dominiert den Anfang dieses Songs, bis er zeigt, dass er auch den "normalen" Gesang beherrscht. Die Refrains sind in diesem Track etwas schneller, wie auch der gesamte Song. Im Hauptsong "Between Heaven And Hell" wird das gesamte Können aufgefahren. Dunkle Stimmen, schnelle Riffs und harte Drums, wechseln sich mit Midtempo passagen ab. Doch auch die Stimme von Jess ist wieder zu hören. Die Mischung ist wiederum sehr gelungen. Manchmal erinnern die Gesangsparts von Jess sehr an Lacuna Coil, da ihre Stimme eine ähnliche Färbung aufweist. Es liegt mir aber fern diese Bands jetzt miteinander vergleichen zu wollen.
Die gesamte Scheibe bietet dieses gewohnte Wechselspiel, welches wir bereits in den ersten 4 Tracks feststellen konnten. Experimentierfreudig wird auch das Keyboard eingesetzt und bringt melodische Aspekte in Form eines klassischen Klaviers ein, aber auch Samples, welche die Stimmung schlagartig verdüstern. Es wirkt allerdings manchmal etwas zu verspielt und verschnörkelt. Wohl bewusst wird etwas von der Geradlinikeit der Gitarren damit weggenommen, was mir persönlich aber nicht ausserordentlich gefällt.
 
Insgesamt ist das Album gelungen. Allerdings setzt die Band starkt auf immer wieder dieselben Elemente. Between Heaven And Hell ist Programm: Zwischen der lieblichen Frauenstimme und der harten, growlenden Männerstimme wird gewechselt. Dies geht einher mit Wechseln zwischen Keyboard/Synthesizer und den doch eher dem Metal entlehnten Gitarren.
Das Album bietet meines Erachtens guten Unterhaltungswert, wenn man einfach ein wenig Musik hören will nebenbei. Wenn man es allerdings aufmerksam hört, so gefällt zwar das Gesamtbild, es fällt allerdings rasch auf, dass stark mit bekannten und sich wiederholenden Stilelementen gearbeitet wird.

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