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Eternal Tears Of Sorrow - Children Of The Dark Waters

Geschrieben von Blackwarrior am Freitag 12. Juni 2009
Permanenter Link
  1. Angelheart, Ravenheart (Act II: Children Of The Dark Waters)
  2. Baptized By The Blood Of Angels
  3. Tears Of Autumn Rain
  4. Summon The Wild
  5. Sea Of Whispers
  6. Midnight Bird
  7. Diary Of Demonic Dreams
  8. When The Darkest Night Falls
  9. Nocturne Thule
  10. Bonus: Sea Of Whispers (Acoustic Reprise)
Die Finnische Gothic Combo, um nicht zu sagen ein Urgestein des Gothic, hat mit Children Of The Dark Waters ihr insgesamt 6. Album veröffentlicht. Die Erfolgsgeschichte der Band beginnt in den Späten 80er Jahren mit der Band Andromeda. 1994 wurde aus dieser Band, welche 1992 ein Demo-Tape veröffentlichte, dann Eternal Tears of Sorrow. In der Zwischenzeit wurden einige Alben veröffentlich, die Band hat sich einmal getrennt und ist 2004 wieder vereint worden. Nach der Wiedervereinigung wurde der Sound generell etwas düsterer, wie dies auch gut auf diesem Album zu hören ist.
 
Der Opener beginnt mit einem mystischen Intro, auf welches jedoch gleich druckvoller Gitarrensound folgt. "Angelheart, Ravenheart" spielt mit Gegensätzen: mal langsam, melodisch - mal schnell, druckvoll, brutal und direkt kommt der Sound rüber. Mir persönlich gefallen die schnellen Passagen sehr gut und machen Lust auf mehr. "Baptized By The Blood Of Angels" beginnt mit einem Klavier/Keyboard-Intro bevor es dann wieder direkt in einen schnellen Part übergeht. Die Stimme von Altti Veteläinen tönt hier meines Erachtens noch besser als im ersten Song. Ein hohes Tempo, sowie die gelungene Mischung aus Melodie und düsterem Gesang, prägen diesen Track. Mit dem dritten Song haben die Finnen eine Hitsingle in ihrem Heimatland gelandet. "Tears of the Autumn Rain" heisst das vielgelobte Stück und legt hinsichtlich Tempo und Melodie nochmals einen drauf. Es fällt mir vor allem auf, dass hier alles sehr harmonisch zusammenspielt und keine grossen Gegensätze zu finden sind. Das Highlight bildet hier natürlich der eingängliche Refrain.
Doch weiter geht es in gewohnt düsterer Manier mit "Summon the Wild", wo wiederum die kreischende, tiefe Stimme von Veteläinen zu hören ist, welche die treibenden Bässe durchbricht. Mit "Sea Of Whispers" bietet die Band jedoch mal eine kleine Verschnaufpause. Ein Slow- bis Midtempo stück, welches stark auf die Melodie, vor allem durch das Keyboard getragen, setzt. Es regt sich mir als geneigter Zuhörer der Verdacht, dass die Band hier versucht hat, das musikalische Bild eines Meeres zu erzeugen, welches ja (häufig) eine stoische Ruhe ausstrahlt. Ich würde sagen unter diesem Gesichtspunkt ist dies gelungen. In den folgenden Tracks gibt die Band wieder mehr Gas und spielt schnellen, düsteren Gothic-Metal.
 
Insgesamt gefällt mir das Album gut bis sehr gut. Der Mix der diversen Stilelemente des Gothic ist für mich perfekt gelungen. Dies mag nicht zuletzt daran liegen, dass der Mix von Mikko Karmila (Childern of Bodom, Nightwish) und das Mastering von Mika Jussila (u.a. ebenfalls Children of Bodom und Nightwish) erledigt wurde. Ich denke hier kam die Erfahrung der Band zugute, dass sie einen solchen Meilenstein produzieren konnte. Ich das Album also nur allen Gothic-Fans empfehlen.

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