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Faces Of March - Confessions

Geschrieben von Blackwarrior am Dienstag 3. März 2009
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  1. Not Enough
  2. Drowning
  3. Broken
  4. Too Late
  5. Who's To Blame
  6. Turn Around
  7. Nothing
  8. Maybe
  9. Alone
  10. Wanna Be
Faces of March -  so nennt sich die neue Modern/New-Rock-Hoffnung aus Miami, Florida. Die vierköpfige Band, bestehend aus Sängerin Gia, Gitarrist Joe, Bassist Marcelo und Schlagzeuger Eli, bringt mit „Confessions“ ihr Debut-Album heraus, auf welches ihre rund 16’000 MySpace-Freunde sowie ihre weiteren Fans bereits ungeduldig gewartet haben. Das ist auch verständlich; denn der Sound des Albums verspricht angenehm familiär, jedoch zugleich auch erfrischend neu und originell zu sein.
 
Als angenehm familiär könnte man dann auch sogleich den Opener „Not Enough“ bezeichnen. Dieser Song zeichnet sich durch starke Gitarren, einen schnellen Rhythmus und einem eingängigen Refrain aus, und erinnert mit seinem eher düsteren Ambiente an Gothic/New-Rock à la Evanescence. Wie Amy Lee bei Evanescence, überzeugt auch Gia mit einer klaren, kräftigen Stimme, auch wenn sie nicht ganz an Amys stimmliche Stärke herankommt. In ähnlichem Stil geht es dann mit den Folgesongs „Drowning“ und „Broken“ weiter, wobei diese rhythmisch etwas schwerfälliger, jedoch nach wie vor rockig daherkommen. Mit „Too Late“ werden dann erstmals sanftere Töne angespielt. Diese Ballade überzeugt durch Gias sanften, gefühlvollen Gesang, welcher passend vom Klavier begleitet wird. Gegen Ende des Songs wird das Ganze dann noch von Gitarren-Riffs untermalt, welche dem Lied wieder eine rockige Note verleihen. Nach dieser kurzen Verschnaufpause folgt mit „Who’s To Blame“ ein eher schneller fetziger Rock-Song, welcher mit seinem emotionalen und gesanglich starken Refrain richtig zum mitgehen einlädt. Danach scheint es mit „Turn Around“ wieder etwas ruhiger zu werden. Mit dem Einsetzten des Chorus wird man allerdings eines besseren belehrt; denn dieser klingt wieder gewohnt rockig, wenn auch schleppender. Zu erwähnen sei hier auch, dass sich allmählich ein leichter musikalischer Stilwechsel bemerkbar macht: der Sound klingt nicht mehr so düster wie zuvor, sondern geht eher in Richtung Alternative Rock. Diese Wende wird durch die folgenden Songs noch bekräftigt. So könnte „Nothing“ sogar schon fast als Rock/Pop-Ballade durchgehen, während „Maybe“ wieder fetziger und ungewohnt fröhlich daher kommt und mit seinem „Na na na na na na na“ sogar zum Mitsingen animiert. Der Song „Alone“ lässt sich dann wiederum in die gleiche Sparte einteilen wie „Nothing“ und mit „Wanna Be“ folgt zu guter Letzt noch einmal ein eher fröhlicher Song aus dem Bereich Alternative Rock.
 

Im Grossen und Ganzen ist dieses Album nicht schlecht gelungen. Die Musik ist rockig, die Melodien eingängig und Gias kräftige Stimme vermag zu überzeugen. Zudem sorgt der latente Stilwechsel im Verlauf des Albums für die nötige Abwechslung. Wie versprochen klingt der Sound angenehm familiär, ob dieser jedoch auch erfrischend neu ist, sei dahingestellt. Kurz und gut: Faces of March ist eine junge talentierte Rock-Band, in welcher viel Potential steckt. Man darf also auf ihre weiteren Veröffentlichungen gespannt sein. 

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