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Magica - Dark Diary

Geschrieben von Blackwarrior am Donnerstag 17. Juni 2010
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  1. Anywhere But Home
  2. Tonight
  3. Never Like You
  4. Wait For Me
  5. Need
  6. Release My Demons
  7. On The Side Of Evil
  8. My Kin My Enemy
  9. Used To Be An Angel
  10. We Are Horde
  11. Dear Diary[nbsp]
Mit extrem viel Speed legen Magica aus Romänien im Opener "Anywhere But Home" los. Die starke Ansage kommt durch: Hier wird eine Mischung aus Gothic und Speed Metal regelrecht zelebriert. Auch die unglaublich faszinierende Stimme von Frontfrau Ana Mladinovici kommt hier zum tragen und sorgt dafür dass der Refrain noch etwas eingänglicher wird. Doch schon mit "Tonight" wird ein wenig mehr auf die Gothic Elemente gesetzt. Dieser Eindruck kommt vor allem durch den prominenten Einsatz des Keyboards zustande. Doch auch hier vermag die Stimme, bei etwas langsameren Tempi, zu überzeugen. Während die beiden ersten Songs von "Dark Diary" noch harmonisch geklungen haben, setzt "Never Like You" deutlich aggressivere Tendenzen. Disharmonien und eine wuterfüllte, fast schreiende Stimme prägen den Song zusammen mit der growlenden Männerstimme als "Background", bzw. im Kanon mit Frontfrau Ana. "Wait For Me" zeigt dann erneut eine weitere Facette in der Spielart der Rumänen. Die Stimme klingt hier sanft, schon fast rauchig und wechselt zu lieblich-lockenden Stimmlagen im Refrain.

Ein Hauch von dirty Rock'n'Roll fliesst in "Need" ein, bevor mit "Release My Demons" mein persönlicher Favorit von "Dark Diary" folgt. Ein knackiges Intro ebnet den Weg zu einem energiegeladenen Song. Das folgende "On The Side Of Evil" ist mit seinen Synthie-Effekten im Intro ebenfalls nicht schlecht. Insbesondere der Refrain, wieder einmal in Kanon mit einer Männerstimme, vermag zu überzeugen. In "My Kin My Enemy" wird der Sound dann richtig aggressiv. Vor allem die etwas tiefer gestimmten Gitarren tragen dazu bei. Das klassische Gitarren-Intro zu "We Are Horde" ist genauso ein kleiner Höhepunkt, wie "Dear Diary", welches sowohl vom Text, als auch von der Melodieführung her in der Nachfolge von Savatage's "Letter To Dana" steht. Und damit wird das dunkle Tagebuch geschlossen.

"Dark Diary" ist nur von den Text-Inhalten her wirklich dunkel. Die Musik mit vielen kleinen Facetten und Details ist jedoch erfrischend und lebendig. Das ist definitiv ein Album, an welchem man sich nicht so schnell satt hört und sei deshalb hier ausdrücklich zum Kauf empfohlen.

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