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Suicidal Angels - Dead Again

Geschrieben von Blackwarrior am Mittwoch 10. November 2010
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  1. Damnation
  2. Reborn In Violence
  3. Bleeding Holocaust
  4. The Trial
  5. Suicide Solution
  6. Beggar Of Scorn
  7. Victimized
  8. Violent Abuse
  9. The Lies Of Resurrection
  10. Search For Recreation
  11. Dead Again
  12. Final Dawn[nbsp]

"Damnation" - ein melancholisches und sanftes Intro eröffnet den Thrash Metal Reigen der Griechen Suicidal Angels. Mit einem Glockenschlag am Ende wird dann der Beginn der härteren Gangart, für welche die Griechen bekannt sind, eingeläutet. "Reborn In Violence" ist das Startsignal für rund 40 Minuten bester Thrash Unterhaltung aus dem Land der Götter und Mythen. Herakles, wenn er denn ein Metaller gewesen wäre, hätte wohl auch nicht viel besser in die Saiten gegriffen.
Den direkten Anschluss findet "Bleeding Holocaust", der sich durch den eindringlichen Refrain ("Let them burn - Let them die") und das rassige Tempo unwiderruflich ins Gedächnis einbrennt. "The Trial" setzt wieder auf den einen oder anderen ruhigeren Riff und ein soliden, schrummenden Unterbau aus Bassgitarre und Drums. Weite Strecken sind als reiner Instrumental-Part ausgearbeitet, aber die rauchige Stimme mit dem etwas gehetzt wirkenden Gesang von Sänger und Gitarrist Nick Melissourgos darf natürlich nicht fehlen. Diese erklingt wieder etwas mehr in "Suicide Solution", welche ebenfalls durch den eingängigen Refrain; ja man könnte es schon fast einen Slogan nennen; in Erinnerung bleibt. Schrummend und schnell geht's in "Beggars Of Scorn" weiter, welches aber wieder einige der elegischen Parts aus dem Opener wieder aufnimmt, zumindest im ausgeprägten Intro. Doch auch hier schaffen es Suicidal Angels mit dem Liedtitel, welcher sozusagen der kleinste Nenner ist, einen eingängigen Song zu kreieren. "Victimized" trumpft mit komplexen Riffs zu Beginn und einer regelrechten Gewitterwand von Drums und Bass im weiteren Verlauf auf.[nbsp]
"Violent Abuse" stellt dann so etwas wie die Krönung des Thrash Metals aus Griechenland dar. Schnell und brutal kommen die Riffs im Einklang mit den Drums und die Vocals stimmen in den Reigen mit ein. "The Lies Of Resurrection" mit einem ausgedehnten Instrumentalpart zu Beginn und schnellen, abgehackten Vocals gegen Ende leitet über zur "Search For Recreation", beide mit ähnlichem Grundmuster.
Kurz vor Schluss folgt mit "Dead Again" der Titeltrack des Albums der Suicidal Angels. Schrummiger Bass und eine Meldodie welche "im Flow" ist, prägen die erste Minute des Stücks. Anschliessend wird das Tempo angezogen und es kommen die typischen, kurzen Ausrufe im temporeichen Gesang. Doch auch ein anständiges Gitarrensolo darf nicht fehlen und hier erkennt man deutlich die Klasse der Griechen. Das Thrash Metal Quartett beschliesst sein Album mit dem eher kurzen, aber sehr intensiven Titel "Final Dawn", noch einmal ein herrliches Thrash Metal Kunstwerk.

Seit "Dead Again" steht für mich fest, dass Griechenland mehr zu bieten hat, als alte, staubige Ruinen und einen haufen Schulden. Mit Suicidal Angels steht eine erfolgversprechende Band aus dem Mittelmeerraum am Start, welche Thrash Metal auf hohem Niveau regelrecht zelebriert, ohne dabei jedoch zu brutal zu werden."Dead Again" von den Suicidal Angels ist ein Must-Have für alle eingefleischten Thrash Metal Fans und das Thrash Album schlechthin im Herbst 2010.

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