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Unlight - Death Consecrates With Blood

Geschrieben von Blackwarrior am Freitag 20. Februar 2009
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  1. Death Consecrates With Blood
  2. Becoming The Ungodly Sin
  3. That Old Black Magic Spell
  4. The Passing Of The Black Storms
  5. Carnal Baptism
  6. Dancing Upon The Bones Of A Naive Perception
  7. Bestow The Blessings Of Hell Upon Us
  8. Enthrone Night
  9. Mendacious Messiah
  10. Dead Angel Innocence
Die Deutsche Black Metal Hoffnung Unlight, bestehend aus Blaspherion (Guitar / Vocals), Lord Grond (Drums), Tartaros (Bassguitar) und Necron (Guitar), haben ihr Album "Death Consecrates With Blood" bei Massacre Records veröffentlicht. Es ist nach Inferno (2005) und Eldest Born Of Hell (2007), das erste Album, was bei einem grösseren Label veröffentlicht wird. Gegründet wurde die Band 1997, damals noch mit einem Keyboarder, der jedoch die Band verliess und man sich entschlossen hat ohne Keyboarder, einen direkteren Sound, gespickt mit Old School und Death Metal Elementen zu spielen.
 
Der Opener der Scheibe ist gleich auch Titel des Albums. "Death Consecrates With Blood" konfrontiert den Hörer direkt mit dem harten, schnellen und direkten Sound der Band. Kontinuierlich treiben die Gitarren und die Drums voran, während die Vocals sich schon fast harmonisch in das Gesamtbild einfügen. Das wirkt eingängig und energiegeladen und ist somit ein richtig krachender Opener. "Becoming The Ungodly Sin" beginnt mit schweren, langsameren Riffs, wechselt jedoch nach dem kurzen Intro in die gewohnt schnelle Gangart. Bei diesem Stück fallen vor allem die vielen Tempiwechsel auf, welche fliessend vollzogen werden. Die Drums entlocken dem geneigten Fan auch hier einige rhythmische Kopfnicker. Der eingeflochtene Chorgesang bringt eine interessante Wendung in den Song.
Weiter geht es mit "That Old Black Magic Spell", welcher klar auf die besagten old-school Thrash Elemente setzt. Jedoch gelingt auch hier der fliessende Übergang zum Black Metal. Das Thema des Intros wird jedoch immer wieder eingeflochten. Ein wirklich gelungenes Stück mit dieser Kombination aus Thrash, Death und Black Metal. Auch bei "The Passing Of The Black Storms" zeigt die Band ihre Zuneigung zu schon fast theatralisch wirkenden Intros. Langsame Riffs, dieses Mal jedoch nicht so schwerfällig und düster wie bei "Becoming The Ungodly Sin". Hier sind dieses Mal jedoch die Drums ziemlich stark abgemischt und Lord Grond zeigt was er drauf hat. Ebenfalls schon im vorherigen Song aufgetreten sind die Elemente aus anderen Stilrichtungen, die hier noch deutlicher gehört werden können. Die Band ist also definitiv experimentierfreudig und schafft so eine einmalige Atmosphäre.
Die restlichen Songs kommen mit der gleichen Energie daher und halten ständig das angeschlagene Tempo. Verlieren jedoch durch die Kombination von den Elementen unterschiedlicher Stile nie an Attraktivität.
 
Insgesamt kann man das Album als äusserst gelungen bezeichnen. Unterschiedliche Stilrichtungen werden in einer aussergewöhnlichen Art und Weise kombiniert und bilden so eine interessante Mischung. Das Bemerkenswerte ist, dass trotz der Experimentierfreudigkeit die Band nicht ihre Identität verliert. Sie spielen Black Metal und das spürt und hört man jede Sekunde in dem Album.
Ich kann die Scheibe als allen empfehlen, die innovative Künstler mögen. Es ist jedoch auch etwas für solche, die noch keine grossen Erfahrungen mit Black Metal haben und sich "antasten" wollen.

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