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Darkane - Demonic Art

Geschrieben von Blackwarrior am Mittwoch 4. Februar 2009
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  1. Variations Of An Eyerush
  2. Leaving Existence
  3. Demonic Art
  4. Absolution
  5. Execution
  6. Impetious Constant Chaos
  7. Demigod
  8. Soul Survivor
  9. The Killing Of I
  10. Wrong Game
  11. Still In Progress
  12. Wrath Connection 
Die Schweden Darkane haben am 24. Oktober 2008 ihr neues Album "Demonic Art" veröffentlicht, welches sich an die Reihe der bisherigen 4 Alben der Thrash-Metal-Band anschliesst. Es ist das erste Studioalbum nach drei Jahren Pause und in der neuen Besetzung der Vocals mit Jens Broman. Insgesamt werden dem geneigten Hörer 48 Minuten hochstehender Metal präsentiert.
 
Das ganze beginnt mit einem schon fast episch anmutenden Intro, welches sogar nach einigen härteren Riffs noch mit Geigenklängen aufwartet. Geschickt wird das Thema variiert, wie auch schon der Titel "Variations Of An Eyerush" verrät. Schliesslich mündet das rund 1:30 Minuten dauernde Intro im "Verlassen der Existenz" und wir begegnen dem Dämonischen. Das ist dann auch Thrash-Metal von der bekannten Sorte. Harte Riffs, treibende Drums und eine schreiende, pushende Stimme prägen den Song. Insgesamt wird hier sehr viel Gewicht auf die Stimme gelegt, welche aber auch gleich den kompletten Umfang zeigt, von melodisch bis hart, heiser schreiend. Ein harmonischer Gitarrenpart leitet den Hörer zum Refrain und wieder davon weg. Zu guter letzt dürfen auch ordentliche Tempiwechsel nicht fehlen, welche vorwiegend von den Drums initiiert werden.
Mit einem "Paukenschlag" wird dann der Titelsong "Demonic Art", eingeleitet und erfährt ebenso, wie schon der Beginn der Scheibe ein moderates, harmonisches Intro, bevor die Band wieder mit voller Wucht zuschlägt. Der gewaltige Stimmumfang von Broman hat mich auch hier begeistert. Nahezu ohne Verzögerung oder grosse Pause, wechselt er vom gesungenen, melodischen Refrain, zum geschrienen Part der Strophen. Abwechslung wird auch hier durch die gesamte Band geboten, indem sich die einzelnen Akteure in einem äusserst lebendigen Wechselspiel befinden.
Kaum ist die "Teuflische Kunst" ausgeklungen, so wird man zur "Absolution" geboten. Hier tritt erstmals die Stimme etwas mehr in den Hintergrund und die Instrumente sind etwas dominanter abgemischt worden. Das verschafft eine zusätzliche Abwechslung, bezüglich der Dynamik und lässt den Hörer in den Sound eintauchen, da man sich entweder an die doch komplexen Vocals gewöhnt hat, oder diese mehr als Teil des Stücks erscheinen.
Experimentierfreudig, mit Keyboards/Samples beginnt die "Execution", die Hinrichtung also. Die Posaunen-Samples geleiten den Weg, schon fast episch könnte man das Intro nennen. Doch auch hier wird mit einer Zäsur in den harten, thrasigen Teil übergeleitet. Und noch ein Stimmelement, Growlen, kann hier entdeckt werden. Hier gefällt mir mit Abstand der Refrain am besten. Melodisch mit komplexen Übergängen zur Strophe. Das Chaos im nächsten Song ("Impetious Constant Chaos") macht im Gegenzug dazu wieder richtig Druck und holt einem aus der ruhigen Stimmung heraus, variiert aber geschickt ein ähnliches Refrain-Muster, wie der vorherige Song und zieht so ein konstantes Thema durch die CD durch.
Bei "Soul Survivor" und "The Killing Of I" werden zum Intro bekannte Stilelemente verwendet, da hat man das Gefühl diese Art von Musik zu kennen und wird mit den bekannten überraschenden Wendungen in eine ganz andere Ecke geführt. Das "Falsche Grab" ist dann nur noch ein Medley, eine Überleitung in das folgende "Still In Progress", welches zugleich auch mit der bekannten Härte das Album beschliesst. Die Limitierte Edition wartet zusätzlich noch mit einem Bonustrack ("Wrath Connection") auf.
 
Das Quintett aus Schweden hat bei diesem Album saubere Arbeit geleistet. Thematisch in sich an und für sich abgeschlossen, lässt es mit dem letzten Track jedoch klar eine Weiterführung zu. Ebenfalls geschickt variiert Darkane die verschiedenen Elemente und bringt so einen gewissen Grad an Wiedererkennung in die einzelnen Songs, was wiederum zur thematischen Geschlossenheit beiträgt.

Das Album sei all jenen empfohlen, welche experimentelle und komplexeren Metal mögen und dennoch nicht auf die entsprechende Härte verzichten wollen. 

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