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Ressurection - Embalmed Existence

Geschrieben von Blackwarrior am Montag 15. Juni 2009
Permanenter Link
  1. Disembodied
  2. Rage Within
  3. Embalmed Existence
  4. Smell Of Blood
  5. Torture Chamber
  6. Eyes Of Blind
  7. Test Of Fate
  8. Pure Be Damned
  9. Storyteller Take #44
  10. Disembodied
  11. Smell Of Blood
  12. Contortion
  13. Ritual Slaughter
  14. Storyteller Take #2
  15. Rage Within
  16. I Die
  17. Storyteller Laugh-Track
Mit Embalmed Existence veröffentlicht Massacre Records ein Re-Release des 1993 aufgenommenen Klassikers der Florida Death Metal Combo Ressurrection. Diese war in den 90er-Jahren extrem angesagt, hat sich jedoch 1996 aufgrund von Uneinigkeiten innerhalb der Band aufgelöst. 2005 haben die Jungs wieder zusammengefunden und veröffentlichen nun ihr 2. Album nach der Reunion, d.h. sie legen den Klassiker in doppelter Länge mit Demo-Tracks und Zusatzmaterial bestückt nochmals auf. Ein echtes Highlight also.
 
Als ich die Scheibe eingelegt habe, höre ich erst mal ein kurzes Intro in Form eines Verses, welcher später auf der CD nochmals ausführlicher zu hören ist. Doch es die Langeweile hält nur kurz an und ein brutales Death Metal Gewitter bricht aus meinen Boxen auf mich herab. Schnell, hart und agressiv spielen die Jungs. Old School Death der Extraklasse, ich bin begeistert. "Rage Within" beginnt ebenfalls mit einem kurzen Text, einer von der derberen Sorte, was nicht unbedingt jedermanns Geschmack sein dürfte. Allerdings fällt mir auf das es in schönem British English gesprochen ist. Als nächstes fällt mir die mehr in den Vorgegrund gerückte Stimme von Paul DeGoyler auf, welcher growlend das Bild des Songs prägt Anschliessend folgt der Titeltrack "Embalmed Existence", welcher wiederum mit langezogenem Growlen von DeGoyler geprägt wird. Tempiwechsel sind jedoch hier an der Tagesordnung und so wird die Spannung aufrecht erhalten. 
"Torture Chamber" ist der nächste Song, welcher mir sehr positiv aufgefallen ist, da er mit mehr Tempo beginnt und dann wieder kurz in die langezogenen Riffs verfällt, jedoch nur um gleich wieder zurück zu schnellen Parts zu wechseln. Sozusagen fast jeder weitere Track beginnt mit einem kurzen gesprochenen Intro bevor der gewohnt brachiale Sound auf einem niederprasselt.
Eine weitere Besonderheit im Verlauf sind die Storyteller Stücke (Track 9 und 14), welche jeweils eine düster-derbe Geschichte erzählen. Diese erinnern mich fast an die Shakespeare-Stücke, welche ich in der Schule (als Film) geschaut habe. Faszinierend und grausig zugleich.
 
Insgesamt ist das Re-Release ein Glücksfall für alle eingefleischten Death-Fans. Der Sound kommt klar, direkt und hart rüber. Also etwas für Old-School-Fans. Ich persönlich mag jedoch die ganzen gesprochenen Monologe nicht so sehr (mit Ausnahme der Storyteller-Tracks). Sie ziehen den ganzen Sound etwas ins Lächerliche respektive tönen für mich sehr ironisch. Deshalb hier einige Abzüge in der B-Note von mir. Ansonsten jedoch gelungen und empfehlenswert, zumal es ein Klassiker ist.

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