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Winterborn - Farewell To Saints

Geschrieben von Blackwarrior am Dienstag 2. Juni 2009
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  1. Black Rain
  2. Chaos Dwells Within
  3. Seven Deadly Sins
  4. Overture 1939
  5. The Winter War
  6. Land Of The Free
  7. Emptiness Inside
  8. Nightfall Symphony
  9. Last Man Standing
  10. Another World 
Die noch recht junge, aber vielversprechende Finnische Power Metal Band Winterborn präsentiert mit Farewell To Saints ihr zweites Album. Nach einigen personellen Umstellungen hat sich die Band damit auch von ihren internen Problemen verabschiedet und startet ein neues Kapitel Bandgeschichte.
 
Ein an Gothic erinnerndes Intro eröffnet das Album und auch den Song "Black Rain". Schon bald jedoch beginnt die Band aufzudrehen und es folgen rasche Riffs im typischen Power Metal Stil. Was jedoch auffällt ist, dass die Stimme (Teemu Koskela) sehr stark abgemischt ist und diesen ersten Song dominiert. Stellenweise erinnert dies an die klassischen Stücke von Rage. Wenn man allerdings das Gesamtbild des ersten Songs etwas genauer überlegt, so höre ich da durchaus ein wenig Sonata Arctica durch, jedoch mit weitaus weniger dominantem Keyboard. Mit "Chaos Dwells Within" started die Band durch. Ein basslastiger Song, welcher Gewicht verleiht. Die Stimme ist hier auch weniger melodisch angelegt, als noch zuvor. Der Stil geht hier tendenziell in Richtung Thrash Metal und ist entsprechend aggressiver, ohne jedoch den klaren Power Metal Touch zu verlieren. "Seven Deadly Sins" verschreibt sich dann wieder ganz dem Power Metal: schnell und melodisch. Mit "Overture 1939" greift die Band zu ihrer ersten Ballade, mit wenig Schlagzeug, viel Akustik-Gitarre und einem sanften Bass, sowie ein dezentes Keyboard. Kuschelmetal in Perfektion, mit einer immer noch sehr dominanten Stimme. Der Song geht jedoch nahtlos über in "The Winter War", wo wieder richtig Gas gegeben wird.
Mit "Land Of The Free" wählt die Band als nächsten Titel einen, der ja eigentlich von Gamma Ray vorbelegt ist. Nichtsdestotrotz ist dies ein gelungenes Stück, welches in meinen Augen für die grosse Experimentierfreudigkeit der Band steht. Es ist abwechslungsreich gestaltet und fällt etwas aus dem Rahmen der bisher präsentierten Songs.
 
Insgesamt gefällt mir die Scheibe gut. Sie bietet soliden Power Metal mit einigen spannenden Elementen. Allerdings ist, wie zu Beginn, die Stimme häufig sehr stark abgemischt, was den Sound insgesamt etwas "dauch" wirken lässt. Dies ist nicht so mein Stil, da ich in diesem Genre doch eher starken Sound mit einer starken Stimme bevorzuge, was hier nicht immer der Fall ist.
Zu Beginn ebenfalls erwähnt habe ich, dass man einige Vergleiche zu bekannten Bands aus ähnlichen Genres anstellen kann. Ich finde dies macht Winterborn ausgezeichnet, dass sie sich Stilemente aneignet und diese zu ihrem eigenen Sound perfekt kombiniert. In diesem Sinne ist die Scheibe für all jene zu empfehlen, welche gerne etwas abwechslungreichen Power Metal mögen.

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