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Killtribe - I Am Human

Geschrieben von Blackwarrior am Dienstag 12. Januar 2010
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  1. FE4R
  2. Shine
  3. I Am Human
  4. Gash
  5. Monster[nbsp]

Die Death Metaller Killtribe aus Deutschland präsentieren mit "I Am Human" ihre erste EP und bringen damit die geballte Ladung Metal von der Bühne in konservierter und komprimierter Form unter die Fans.

"FE4R" (oder Fear) eröffnet die 5 Tracks umfassende EP und zeigt direkt wo es durchgeht. Brachial, direkt, unverschnöreklt und laut. Nun mögen einige an Slayer denken, welche die Vorreiter in diesem doch eher einfachen Schema sind. Selbst wenn man in der Grundessenz Ähnlichkeiten mit Slayer entdecken kann, so ist dies nicht der Fall. Der Sound ist sehr vielfältig und verschreibt sich keinesfalls nur einem Genre. Gekonnt werden, bereits im Opener unterschiedliche Stilelemente kombiniert. Vor allem der Gesang von Thomas Fischer, welchen die Band selbst, passenderweise, als Shouter bezeichnet, vermag zu überzeugen. "Shine", der zweite Song, welcher für die Geschwindigkeit schon eine fast epische Länge von knapp 6 Minuten erreicht, beginnt harmonisch. Aber schon bald legen Malik (Git.), Hendrik (Git.) und Stefan (Drums) kräftig los. Und auch die scheinbar von Hass erfüllte Stimme von Fischer prescht vorwärts. Einzig im Refrain, da wird eine zweite, klare Stimme über das Shouten von Frontmann Fischer gelegt, sozusagen ein Kanon, welcher mir persönlich sehr gefällt.

In der Mitte trohnt das Herz des Albums: "I Am Human". Ein äusserst vielseitiges Stück, welches alles bietet, von eher klassischen, Old-School Metal Elementen, bis hin zu "modernen" Elementen aus der Hard Core Ecke, welche sich vor allem im Gesang wiederfinden. Einige Tempiwechsel dürfen natürlich auch hier nicht fehlen und auch die klare Stimme in einigen Intermezzos wird wieder eingesetzt. Ein gelungener Track muss ich sagen.

Ich brauche nicht zu erwähnen, dass die restlichen beiden Titel, "Gash" und "Monster" dem bisherigen in keinster Weise abträglich sind und weiterhin Metal auf hohem Niveau bieten. Interessant ist die "spartanische" Kombination im Track "Monster", wo die Stimme sehr stark in den Vordergrund gerückt wird und die Gitarren mit den Schlagzeug zu einer "preschenden" Einheit verschmelzen.

Ich komme also zum Fazit, dass dies ein gelungenes Album ist. Aufgrund der Tatsache, dass es sich um eine EP handelt, ist hier Kurzweiligkeit nur schon vom Format her angesagt. Die Metaller zeigen, wie eingangs erwähnt, sehr komprimiert ihr Können. Ich bin sicher sie haben noch mehr in Petto und können so problemlos ihr nächstes Album füllen. Einzig in der B-Note gibt es von mir etwas Abzug, da die Tracks, welche ich erhalten habe, ein etwas impertinentes Rauschen im Hintergrund gehabt haben. Das kann aber mit einer geschickten EQ-Einstellung wieder wettgemacht werden und trübt den Genuss nur minimal.

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