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Jelonek - Jelonek

Geschrieben von Blackwarrior am Donnerstag 11. Februar 2010
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  1. BaRock
  2. B.East
  3. Vendome 1212
  4. Akka
  5. Steppe
  6. A Funeral Of A Provincial Vampire
  7. Lorr
  8. Beech Forest
  9. War In The Kid's Room
  10. Miserere Mei Deus
  11. Mosquito Flight
  12. Machineheat
  13. Elephant's Ballet
  14. Pizzicato - Ascetism[nbsp]
Obwohl Jelonek nicht direkt den "klassischen" Heavy Metal spielen, haben wir die CD in ein Review aufgenommen. Für mich ist dies eine bisher nie erreichte Kombination aus Klassik und Heavy Metal. Nicht dass jetzt alle an Gothic denken, dies ist nicht mal im Entferntesten. Vielmehr ist Jelonek ein brillanter Violinist, der sich vor allem in der Klassik-Szene von Polen einen Namen gemacht hat.
 
Doch nun ist es wohl an der Zeit gewesen, dass er in diesem Soloprojekt, das gleichnamige Album "Jelonek" vollendet hat. Im Mittelpunkt steht die Violine, wie könnte es auch anderst sein bei einem Solisten. Doch diese wird geschickt mit Perkussion und Gitarren unterlegt oder auch ins Duett gebracht, dass eine einmalige Mischung entsteht.
Faszinierend an diesem Album ist die Perfektion von Jelonek, die gewaltige Atmosphäre bzw. die unterschiedlichen Variationen in den einzelnen Stücken, sowie natürlich die Kombinationen der einzelnen Instrumente. Dem Album ist das Fehlen von Gesang keineswegs abträglich. Dadurch rückt die Violine noch etwas mehr in den Mittelpunkt und man spürt erst dadurch das gewaltige Spektrum dieses Instrumentes.
Eine interessante Tatsache ist auch, dass die Stimmung eines Stückes jeweils dem Titel entspricht bzw. den Titel musikalisch spürbar umsetzt. So findet sich klingt "Vendome 1212" bedrohlich, düster und energisch. Der "Mosquite Flight" hingegen klingt schrill, abgehackt, unstetig und man kann sich den Moskito vorstellen, genauso wie den Elefant in "Elephant's Ballet". Bei dieser Gelegenheit sei auch noch eines meiner Lieblingsstücke der Scheibe erwähnt: "Akka", tendenziell würde ich dies laienhaft als Musik aus dem Osten einstufen. Es werden Weisen in ungarischer Art, aber auch Zwölftonmusik kombiniert. Dazu stelle man sich noch die Perkussion und Instrumentalisierung von klassichen Hard Rock/Metal Bands vor. Eine geniale Kombination.
 
Dies ist denn auch das essenziell Aussergewöhnliche an Jelonek, dem Künstler und dem Album. Die neuartige Kombination von verschiedensten, auf den ersten Blick entgegengesetzten, Stilrichtungen mit der Präzision und Dynamik von Klassik. Jelonek ist in diesem Sinne ein bisher einzigartiges Album und sei all denen empfohlen, die gerne das Aussergewöhnliche und Ästhetische mögen, oder auch denen die Klassik mögen (oder natürlich beides).

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