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Wizard - Thor

Geschrieben von Blackwarrior am Freitag 13. Februar 2009
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  1. Utgard (False Games)
  2. Midgards Guardian
  3. Asgard
  4. Serpents Venom
  5. Ressurrection
  6. The Visitor
  7. What Would You Do
  8. Utgard (The Beginning)
  9. Stolen Hammer
  10. Lightning
  11. Pounding In The Night 
Die Power Metaller Wizard aus Deutschland haben, pünktlich zum Einläuten ihres 20 jährigen Jubiläums dieses Jahr, ihr neues Album Thor veröffentlicht. Dies gleich in mehreren Versionen, so ist auch ein limitiertes Digipac erhältlich. "Thor" reiht sich ein in eine längere Liste von bereits veröffentlichten Alben, darunter auch das wohl legendäre "Legion Of Doom".
 
Die Scheibe beginnt mit dem kraftvollen Opener "Utgard", welcher deutlich macht wo der Hammer hängt! Schnelle Riffs gepaart mit einer starken Melodieführung - ein gelungener Mix zwischen Speed und Power Metal. Der Titel des ersten Tracks macht auch gleich deutlich um welche Thematik es in diesem Album geht: nordische Sagen und Mythen. Der Beschützer Midgards (Midgards Guardian) tritt dann etwas kraftvoller auf, stärkeres Gewicht liegt auf den Drums und den Gitarren, weniger Falsett-Gesang aber immer noch die herausragende Stimme von Sven D'Anna. 
Mit Asgard legt die Band nochmals einen drauf, was Geschwindigkeit angeht. Van Heek gibt mit dem Double-Base richtig Gas und die beiden Gitarristen Boland und Maass ziehen mit. Das heilige Land "Asgard" wird zudem mit einem eingängigen Refrain besungen. Ansonsten ein Knaller, was den Speed betrifft. Mit Serpents Venom folgt dann eine Hymne oder doch eher eine Ballade, die Mischung ist so gut gewählt, dass es sich nicht wirklich eindeutig zuordnen lässt. Obwohl langsamer als die vorherigen Tracks, fügt sich dieser Song nahtlos in die Scheibe ein. Der Refrain ist hier beeindruckend, da offensichtlich ein Background Chor gebraucht wird. Sven D'Anna zeigt auch hier wieder, welch gewaltiger Umfang seine Stimme hat. Der Beginn von "Ressourection" erinnert ein wenig an die typischen Rammstein Stücke: viel Keyboard und harte Gitarren. Aber der Speed kommt eindeutig von Wizard und schon bald ist man beim altbewährten Mix aus Power und Speed Metal.
"The Visitor" ist in meinen Augen das absolute Highlight der Scheibe. Ein nicht ganz so schneller Song mit etwas tieferen Gitarren, jedoch einem klaren Fokus auf dem Gesang. Der Refrain hier ist einfach der Hit. Er fügt sich nahtlos in den Song ein und bringt sogar ein kleines Allegro mit. Die Hauptarbeit leistet jedoch wiederum der Sänger von Wizard mit seiner Stimme.
 
Der Gesamteindruck der Scheibe ist so nur mit äusserst positiv zu bezeichnen. Ein wohl durchdachtes Album, in welchem viel Energie steckt, die auch beim Zuhörer ankommt. Ausserdem sind die einzelnen Tracks gut aufeinander abgestimmt und bilden auch thematisch eine Einheit.
 

Für alle Metal Fans von nordischen Mythen ist dies natürlich ein Muss. Stilistisch ist das Album auf höchstem Niveau und verbindet Elemente von unterschiedlichen Spielarten des Metals gekonnt miteinander. Dies jedoch ohne den eigentlichen Fokus zu verlieren. Ein wirklich gelungenes Werk. 

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