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U.D.O. - Rev-Raptor

Geschrieben von Blackwarrior am Montag 16. Mai 2011
Permanenter Link
  1. Rev-Raptor
  2. Leatherhead
  3. Renegade
  4. I Give As Good As I Get
  5. Dr. Death
  6. Rock'n'Roll Soldiers
  7. Terrorvision
  8. Underworld
  9. Pain Man
  10. Fairy Tales Of Victory
  11. Motor-Borg
  12. True Born Winners
  13. Days Of Hope And Glory[nbsp]

"Rev-Raptor" ist ein kerniges Album, welches im klassischen Stil des Heavy Metal anzusiedeln ist. Wie könnte man es auch anders erwarten von einem Metal-Urgestein wie Udo Dirkschneider?

Der Opener ist mit "Rev-Raptor" gleich nach dem Album benannt und liefert, was erwartet wurde. Markanter Gesang von Dirkschneider und leicht Thrash-ähnliche Drums und Gitarrenriffs. Mit "Leatherhead" folgt ein erster Track, welcher bereits als Singel-Auskopplung (siehe Review "Leatherhead") vor rund einem Monat auf den Markt gebracht wurde. Ein eingänglicher Refrain ist dabei der Dreh- und Angelpunkt des Songs. "Renegade" doppelt gleich nach und U.D.O. legen nochmals ein paar Kohlen ins Feuer. Der Song überzeugt durch einen guten Drive.[nbsp]
Doch Dirkschneider kann auch anderst und legt mit "I Give As Good As I Get" eine Ballade nach, so zumindest der Anschein in der ersten Minute. Heraus kommt jedoch ein etwas Kuschelrock-mässig anmutender Song mit einem schönen Refrain. Aber das war nur ein kleines Intermezzo, denn "Dr. Death" macht seinem Namen alle Ehre und drückt gesittet auf das Tempo. Der Name ist ebenfalls bei "Rock'n'Roll Soldiers" Programm. Ein klein wenig Nostalgie oder ein Tribut an Alice Cooper? Doch wieder zurück zum Metal und rein in "Terrorvision", was irgendwie wie der Titel eines Tarantino-Streifen klingt. Und wie immer ist hier viel Drive hinter dem Song und ein eingägnlicher Refrain rundet das Gesamtbild ab. "Underworld" hat wohl nichts mit dem Vampirstreifen zu tun, also mit schwerem Rock. Massive Bass-Drums prägen das Intro bevor auf ein wenig klare Stimme in der Strophe und den obligaten Refrain mit Background-Voices übergegangen wird.[nbsp]
"Pain Man" beginnt mit sehr verzerrten Gitarren um mit soliden Drums einzusteigen. "I am the one who sends you to Hell and beyond - Pain Man" ist die Aussage und die Stimme von Dirkschneider bringt das ziemlich glaubhaft rüber. Aber weiter zu den "Märchen des Erfolges" ("Fairy Tales Of Victory"). Ein genüsslicher Song mit einem langen Instrumental-Intro. Klassischer Werner Soundtrack kann bei "Motor-Borg" erwartet werden und wird selbstverständlich auch geboten. "True Born Winners" bereitet das grosse Finale vor. Ein angenehmer Track zwischen Rock'n'Roll und Heavy Metal. "Days Of Hope And Glory" beschliessen das Album "Rev-Raptor". Background-Stimmen und ein gemässigtes Tempo prägen diesen Song. Dadurch wird nochmals einiges an Gewicht auf die Stimme gelegt. Dennoch kann "U.D.O." ihr Potential zeigen, da einige Tempiwechsel im Song enthalten sind.

Geboten wird klassischer Heavy Metal mit einem anständigen Schuss Rock'n'Roll, welcher Publikumsgerecht aufbereitet ist. Die Songs sind einfach gestrickt und bestechen nicht durch technische Finessen, sondern einfach weil sie den Zuhörer zu begeistern vermögen. Kein Schnickschnack, keine Experimente - nur Heavy Metal - Punkt.

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