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Darzamat - Solfernus' Path

Geschrieben von Blackwarrior am Freitag 28. August 2009
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  1. False Sleepwalker
  2. Vote For Heresy
  3. I Devium
  4. Pain Collector
  5. Final Conjuration
  6. II Fumus
  7. Gloria Inferni
  8. III Venenum
  9. Solfernus' Path
  10. Lunar Silhouette
  11. King Of The Burning Anthems
  12. IV Spectaculum
  13. Chimera
  14. Mesmeric Seance
Die aus Osteuropa stammende Band Darzamat, welche bereits seit 14 Jahren existiert, präsentiert mit Solfernus' Path ihr neuestes und ingesamt fünftes Werk, mit neuen Einflüssen aus Death und Gothic Metal. Der Sound von diesem Album passt ideal zum Namen der Band, welcher der slawischen Mythologie entnommen ist. Darzamat ist darin ein Dämon, welcher Gärten und Wälder beschützt.
 
Solfernus' Path beginnt mit einem längeren Intro zum ersten Song "False Sleepwalker", welches mysthisch anmutet. Doch schon bald zeigt die polnische Band, was in ihr steckt und neben Nera, der Frauenstimme, setzt auch Flauros im Wechselgesang ein. Dazu die kräftigeren Gitarren und ein eher zurückhaltendes Keyboard - das ergibt eine gute Mischung. "Vote For Heresy" beginnt bereits im Intro etwas kräftiger und die erste Stimme die man hört, ist die von Flauros, mit einem kräftigen Growlen, direkt gefolgt von den Chris (Gitarre und Bass) und Rogol (Drums). Auch hier dominiert wieder der Wechselgesang zwischen Nera und Flauros, wobei die männliche Stimme hier klar im Vordergrund steht. So wirkt auch der gesamte Song schneller und energiegeladener. Mit "I Devium" legt die Band die Karten offen, dass es sich hier um ein Konzeptalbum handelt und bringt den ersten Teil. Hier gefallen mir die Gitarren sehr gut, welche schwer und doch schnell angelegt sind. Darüber in weiten Teilen die Stimme von Nera mit dem Keyboard von Spectre, was in der Kombination mit der eingänglichen Melodie einen sehr guten Song abgibt. Als Flauros den Part übernimmt, wird das Thema des Songs geschickt variiert und bringt zusätzliche Spannung in das Album.
Nach "II Fumus" folgt "Gloria Inferni", wo mir der Refrain sehr gut gefallen hat, welcher sehr eingägnlich von der Melodie her ist. Auffallend ist dort auch, dass die Stimmlage von Nera eher als Mezzosopran ausgelegt ist, was dem Song einen sehr speziellen Charakter gibt. Ansonsten sind wiederum viele Elemente aus dem Death Metal zu hören und werden von den fünf Musikern zu einem stimmigen Gesamtbild zusammengefügt. Es folgt ein weiteres Intro mit "III Venenum", bevor dann der Titeltrack erklingt. Dieser ist ein wirklicher Höhepunkt der Scheibe. Mit grösster Präzision hat Darzamat da Nuancen rausgearbeitet und ein Meisterstück kreiert. Wie schon auf dem gesamten Album ist auch hier der Wechselgesang ein prägendes Element.
Es folgt noch ein bunter Reigen an hochkarätigen Songs, wobei mir "King of the Burning Anthems" gut gefallen hat, da es sich dabei wiederum um ein etwas schnelleres Stück handelt. Doch auch der Schluss mit "Chimera" und "Mesmeric Seance" bieten nochmals einige Überraschungen.
 
Ingesamt gefällt mir das Album wegen seinem Abwechslungreichtum sehr gut. Ausserdem mag ich die Stimme von Nera, welche nicht immer in den Hohen Sopranlagen singt, sondern mit dem Mezzosopran oder Alt eine ganz besondere Note in den Charakter der Songs mit einbringt. Es gibt zudem viele kleine Details auf diesem Gothic Album zu entdecken.
Streckenweise hat mit der Sound an Lacuna Coil erinnert. Wenn also jemand diese Band mag, dann sollte er sich auch unbedingt das Album von Darzamat besorgen.

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