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Criminal - White Hell

Geschrieben von Blackwarrior am Samstag 28. Februar 2009
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  1. 21st Century Paranoia
  2. Crime And Punishment
  3. Incubus
  4. Black Light
  5. The Deluge
  6. Strange Ways
  7. Mobrule
  8. The Infidel
  9. Invasion
  10. Eyes Of Temptation
  11. Bastardom
  12. Sons Of Cain 
Von den Chilenen Criminal wird uns heuer ein neuer Thrash-Kracher vorgelegt. In der Discographie der Band das insgesamt 6. Album und das dritte, welches nach der Auswanderung von Anton Reisenegger nach Europa.
 
Mit "21st Century Paranoia" legen die Jungs gleich richtig los. Harte Riffs und aggressive Drums bereiten den Weg für die rauhe, energiegeladene Stimme von Anton Reisenegger. Der Track zeigt, welch ungeheures Potential in Criminal steckt und ist meines Erachtens ein gelungener Opener für dieses Album. "Crime and Punishment" beginnt etwas langsamer, man erkennt aber gerade im Intro, dass die Gitarristen (Rodrigo Contreras und Anton Reisenegger) auf höchstem Niveau spielen. Die anschliessend einsetzende Stimme ist diesmal etwas tiefer und erhält dadurch etwas mehr Gewicht, wohl auch darum weil das Tempo in den entsprechenden Passagen etwas verlangsamt wird. Die Drums und Gitarren legen aber in den Zwischenparts wieder an Tempo zu. Trotz der bisher eher schnelleren Spielweise bleibt die Band beim Genre des traditionellen Thrash Metal.
Auch in "Incubus" werde ich von einem längeren Intro begrüsst. Hier fällt mir beim Gesang zum ersten Mal auf, dass Reisenegger zur Untermalung der Brachialität, immer kurze, starkt betonte Fragmente benutzt (wie auch bei 21st Century Paranoia). Das Gitarrensolo ist jedoch etwas das mein Herz höher schlägen lässt. Es fügt sich nahtlos in den Song ein, wirkt jedoch, weil nicht verzerrt, wie aus einer anderen Stilrichtung. "Black Light" schlägt anschliessend extrem ein und wirkt wieder sehr energiegeladen auf mich. Ein Song der einem richtig mitreisst.
"Strange Ways" führt im Intro schon fast klassische Hard Rock Elemente mit sich, um dann mit kontinuierlicher Konstanz, welche von den Drums getrieben wird, in den Thrash Stil zu verfallen. Der Mix ist jedoch gelungen, ein Thrash Metal Stück, welches den "rollenden" Melodieuntersatz eines Hard Rock Stücks hat. Ausserdem wieder mal ein hervorragendes Gitarrensolo. "Mobrule" wirkt dann wieder brutaler, direkt und hart. Ohne Kompromisse, das scheint wohl ein Motto der Band zu sein, gerade auch im Hinblick auf die Chilenische Vergangenheit.
 
Die Südamerikaner um Anton Reisenegger bringen uns mit diesem Album rund 50 Minuten Thrash Spass auf die Ohren, welcher keineswegs abgedroschen daher kommt. Innovative Elemente aus anderen Stilrichtungen finden sich genauso, wie intelligente Kombinationen von Melodie und Songtitel. Spannende Intros und Gitarrensoli runden das Album gelungen ab. Die Mischung insgesamt lässt jedoch genügend Ecken, so dass das Album interessant bleibt.

Ich empfehle dieses Album allen, die guten Thrash Metal à la Megadeth oder Testament mögen. 

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